Zusammenfassung:
Die Europäische Kommission hat vor, wegen Verstoß gegen Kartellgesetze Google auf eine Rekordstrafe zu verklagen – konkret geht es dabei um mehr als eine Milliarde Euro. Das wird von Financial Times berichtet, die sich auf dabei auf interne Quellen beruft.
Dem Unternehmen wird vorgeworfen, dass sie ihre führende Position im Suchmarkt ausgenutzt haben, um „Google Shopping“, einen eigenen Dienst, auf Kosten anderer Einzelhändlern zu positionieren.
Die endgültige Entscheidung des Kartell-Amtes wird offiziell in den kommenden Wochen bekannt gegeben.
Die Höchststrafe für solche Verletzungen beträgt 10 Prozent des Jahresumsatzes. Der Umsatz von Alphabet lag bei 90,27 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr.
Der Pressedienst von Google und der Europäischen Kommission reagierten auf Anfrage dazu noch mit keiner Stellungnahme.
Es sei daran erinnert, dass die Europäische Kommission kartellrechtliche Vorwürfe auf Google Shopping bereits im April 2015 benannt hat. Alle Versuche das Problem zu beheben sind fehlgeschlagen.